Weniger Geld

  • Lebe unter Dei­nen Ver­hält­nis­sen, aber inner­halb Dei­ner Mög­lich­kei­ten und für Deine Träume.
  • Lege den Inhalt Dei­nes Geld­beu­tels auf einen Tisch und hal­biere ihn. Viel­leicht ist das eine gute Gele­gen­heit, die eine oder andere Kun­den­karte loszuwerden!
  • Mache keine Schul­den oder ver­su­che mög­lichst schnell schul­den­frei zu wer­den. Schul­den machen das Leben kom­pli­ziert und sind Freiheitsräuber.
  • Ver­zichte auf unnö­tige Ver­si­che­run­gen. Mei­ner Mei­nung nach reicht es aus, die exis­tenz­be­dro­hen­den Risi­ken abzu­si­chern. Wel­che das sind hängt von der jewei­li­gen Lebens­si­tua­tion, von Fami­li­en­stand und Besitz ab.

Weniger Konsum

  • Kaufe nur Dinge, die Du brauchst. Wenn Du etwas Neues kau­fen möch­test, dann frage Dich: Besitze ich das wirk­lich noch nicht? Würde sich mein Leben durch den Kauf ver­bes­sern? Wür­den mit dar­aus Nach­teile ent­ste­hen? Schiebe den Ein­kauf im Zwei­fel auf, um zu sehen, wie drin­gend Du das wirk­lich brauchst.
  • Mache Wochen­ein­käufe, das spart Zeit und Ner­ven. Mache sie nicht am Frei­tag Nach­mit­tag oder Samstag.
  • Mach eine ein­mo­na­tige Kon­sum­diät, in der Du aus­schließ­lich lebens­not­wen­dige Dinge wie Nah­rungs­mit­tel kaufst. Anstatt ins Kon­zert zu gehen, mach selbst Musik. Anstatt Kla­mot­ten zu kau­fen, sor­tiere Dei­nen Klei­der­schrank neu. Anstatt in den Zoo zu gehen, gehe in die Natur.
  • Trenne Dich einen Monat lang täg­lich von zehn Din­gen (wenn Du die Kon­sum­diät erfolg­reich ver­kraf­tet hast). Wenn Du das Expe­ri­ment ver­län­gerst, hast Du nach andert­halb Jah­ren 5.555 Dinge ver­kauft, ver­schenkt, gespen­det und entsorgt.
  • Ver­meide Hor­ten, indem Du Dich an fol­gende Regel hältst: Für jeden Gegen­stand, der in die Woh­nung kommt, ver­lässt ein ande­rer die Wohnung.
  • Lebe einen Tag lang ohne Ener­gie und Elek­tri­zi­tät. Du wirst ohne Wecker auf­wa­chen, Dich an einem Bach waschen, von Ange­sicht zu Ange­sicht kom­mu­ni­zie­ren, lesen statt fern­se­hen, gehen oder radeln statt fah­ren, Roh­kost essen und andere unge­wöhn­li­che Sachen machen.
  • Spen­den statt Geschenke. Stelle an Dei­nem Geburts­tag einen Korb auf, in dem jeder Geld legen kann, das danach einer sozia­len Ein­rich­tung gespen­det wird, anstatt Dir ein Geschenk mitzubringen.

Weniger Medien

  • Zieh den Ste­cker Dei­nes Fern­se­hers und ver­staue das Gerät für einen Tag, eine Woche, einen Monat, ein Jahr, ein Leben…
  • Schnapp Dir ein Buch, das Du schon seit Ewig­kei­ten lesen woll­test, und mache es Dir auf der Couch bequem.
  • Melde Dich in der Büche­rei an. Aus­lei­hen ist bil­li­ger, inspi­rie­ren­der und man muss nicht immer alles besitzen.
  • Ver­hin­dere Wer­bung. Klebe einen Keine Wer­bung! Keine kos­ten­lo­sen Zeitungen!-Aufkleber an Dei­nen Brief­kas­ten und trage Dich in die Robinson-Liste ein, damit Du keine Wer­be­post mehr bekommst.
  • Räume vir­tu­ell auf. Räume die Benut­zer­ober­flä­che Dei­nes PCs oder Lap­tops auf, trage Dich aus jedem News­let­ter aus, den Du bekommst, aber nicht mehr liest , und melde Dich bei den Social Media-Kanälen ab, die Du schon einen Monat nicht mehr genutzt hast bzw. nicht mehr brauchst. Dein­stal­liere alle Com­pu­ter­pro­gramme und Smartphone-Apps, die Du seit einem Jahr nicht mehr ver­wen­det hast.
  • Richte Internet- und Handy-freie Zei­ten ein. Ent­kop­pel Dich ab und zu vom Inter­net und/oder vom Han­dy­netz, von der Tele­fon­lei­tung, vom Knopf im Ohr. Am bes­ten geht das in der Natur.
  • Redu­ziere E-Mails. Notiere alle E-Mail-Adressen, unter denen Du pri­vat und geschäft­lich erreich­bar bist. Wenn es mehr als drei sind, ist es wahr­schein­lich, dass Du ohne Pro­bleme ein E-Mail-Konto auf­lö­sen kannst.
  • Kün­dige alle Abos von Maga­zi­nen und Zei­tun­gen, die Du nicht regel­mä­ßig liest.

Mehr Haltung

  • Sage Ja oder Nein. Ver­meide ein “Viel­leicht”, “Jein” oder “Mal sehen”.
  • Sage alle geschäft­li­chen und pri­va­ten Ter­mine ab, die Du nicht unbe­dingt wahr­neh­men musst und zu denen Du über­haupt keine Lust hast. Ver­bringe statt­des­sen Zeit mit den Men­schen, die Dir wich­tig sind.
  • Arbeite weni­ger. Ver­meide Über­stun­den, nimm unbe­zahl­ten Urlaub, redu­ziere Deine Arbeits­zeit anstelle einer Gehalts­er­hö­hung, lege ein Sab­ba­ti­cal ein, kündige.
  • Jage nicht dem Per­fek­ten hin­ter­her, son­der strebe nach Dei­nem Optimum.
  • Kon­zen­triere Dich auf nur eine Sache. Statt zu arbei­ten und dabei ein auf­ge­wärm­tes Fer­tig­ge­richt zu essen, wäh­rend im Hin­ter­grund der Radio dudelt, erle­dige lie­ber Deine Arbeit, koche danach ein gesun­des Gericht, esse es in Ruhe und höre schließ­lich mit Freude Musik. Die­ses Vor­ge­hen ist der erste Schritt den All­tag acht­sa­mer zu erleben.
  • Lass Deine Gedan­ken schwei­fen und nehme von ihnen Notiz. Ver­su­che sie nicht zu kon­trol­lie­ren oder zu beur­tei­len. Es geht nicht darum, alles im Griff zu haben, son­dern acht­sam zu sein.

Bessere Mobilität

  • Ver­zichte für alle Stre­cken bis zu einem Kilo­me­ter auf das Auto und auf öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel. Geh zu Fuß (oder nimm das Fahr­rad). Dies ist die mini­ma­lis­tischste Art der Fort­be­we­gung, schont Umwelt und Geld­beu­tel und hält Dich fit.
  • Mache in Dei­ner Umge­bung Urlaub. Wie wäre es, mit dem InterRail-Ticket Mit­tel­eu­ropa zu berei­sen, auf dem Rad von der Haus­türe aus das eigene Bun­des­land zu erkun­den oder zu Fuß von Salz­burg nach Tri­est zu gehen?

Bewusstere Ernährung

  • Leere Dei­nen Kühl­schrank, putze ihn gründ­lich und räume dann Stück für Stück wie­der ein. Ent­worge die Lebens­mit­tel, die nicht mehr gut sind. Ver­schenke die Lebens­mit­tel, die noch gut sind, Du aber nicht magst. Gib den Lebens­mit­teln, die nicht mehr lange halt­bar sind, einen eige­nen Platz und ver­wende sie beim nächs­ten Kochen.
  • Ent­de­cke die Ein­fach­heit beim Kochen. Ver­meide Fertiggerichte.
  • Iss lang­sam und mit Genuss. Ver­meide Ablen­kung beim Essen wie Musik hören, E-Mails schrei­ben oder Zei­tung lesen.
  • Ernähre Dich mög­lichst oft rein pflanz­lich. Vegane Ernäh­rung ist nicht kom­pli­ziert, auch wenn Fleisch­es­ser gerne das Gegen­teil behaupten.
  • Trinke Lei­tungs­was­ser. Mini­ma­lis­ti­scher kann man den Durst nicht stil­len. Kaf­fee und Tee, Schorle und Cola, Bier und Wein sind Genussmittel.